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17.09.2015Entwicklungspolitik beginnt vor der eigenen Haustür

“ZukunftsTour“ in Potsdam weckt großes Interesse

Potsdam – Mehr als 1.000 Menschen, vor allem Schülerinnen und Schüler, haben am Mittwoch im Rahmen der “ZukunftsTour“ über Fragen der nachhaltigen Entwicklung und globaler Gerechtigkeit diskutiert. Besondere Aufmerksamkeit erfuhren auch hier aktuelle Fragen zu Flucht und Migration.

Europaminister Helmuth Markov begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam mit Entwicklungsminister Gerd Müller und freute sich über das große Interesse: „Es gibt keinen besseren Zeitpunkt für eine Veranstaltung zum Thema EineWelt. Denn die Probleme aus anderen Teilen der Welt sind längst zu unseren eigenen geworden. Und die sichtbarste Folge dessen sind die tausenden Flüchtlinge und Asylsuchenden, die täglich in unser Land kommen.“, sagte er. „Dass an dieser Veranstaltung so viele Schülerinnen und Schüler teilgenommen haben, zeigt ganz klar: Brandenburgs Jugend ist weltoffen, engagiert und interessiert an globalen Zusammenhängen. Und das finde ich großartig!“ 

Neben einer Zukunftswerkstatt, zahlreichen Workshops, Ausstellungen und Projekten stellten sich Europaminister Helmuth Markov und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller am Nachmittag den Fragen des Publikums. Markov hob dabei die Bedeutung der Länder bei der Entwicklungspolitik hervor: „Unser heutiges Handeln hier vor Ort bestimmt unsere globale Zukunft. Ich hoffe, dieser Tag macht deutlich, dass Entwicklungspolitik vor der eigenen Haustür beginnt. Mit unserem Konsumverhalten und unserem Ressourcenverbrauch beeinflussen wir das Schicksal von Millionen Menschen. Das sollte man auch bei der aktuellen Diskussion zu Flüchtlings- und Migrationsbewegungen nicht vergessen.“

Europastaatssekretärin Anne Quart hatte zuvor am Morgen die Zukunftswerkstatt eröffnet, bei der sich Schülerinnen und Schüler mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft austauschen konnten. Quart würdigte dabei das große Engagement der vielen ehrenamtlichen Akteure: „Globale Probleme erfordern konkrete lokale Lösungen. Wir in den Ländern sind durch die Kommunen besonders nah an den Problemen und können als Warnsystem fungieren, wenn Dinge schief laufen. Viele Menschen engagieren sich hier im Land  schon seit Jahrzehnten für mehr Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit. Ein Beispiel bei uns ist der Verein Venrob, der sich zum Ziel gesetzt hat, interessierte Akteure der Entwicklungszusammenarbeit zusammenzubringen. Er feiert dieses Jahr bereits seinen 20. Geburtstag, dafür meinen herzlichen Glückwunsch und meinen Dank an alle Beteiligten.“

 

Hintergrund:

Im Rahmen der “ZukunftsTour“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wurden Initiativen, Start-ups und Unternehmen aufgefordert, Ideen und Projekte für eine nachhaltige Entwicklung zu präsentieren. In Workshops und interaktiven Lernstationen werden in zahlreichen Städten globale Themen anschaulich, spielerisch und praxisnah vermittelt. Im Europäischen Jahr für Entwicklung wurde in Potsdam darüber diskutiert, was nachhaltige Entwicklung und Entwicklungspolitik nach dem Motto „Brandenburg goes global!“ für das Land bedeutet. Themen der Workshops waren u.a. „Potsdam soll Fair Trade Stadt werden“, „Trinkwasser in (der) Not“, „Flüchtlingskinder in Deutschland“, „Angekommen! Und jetzt?“, „Flucht und Migration – Darum sind wir hier, und Sie?“ oder „Chat der Welten“. Mehr Informationen zur “ZukunftsTour“ und der Zukunftscharta gibt es hier.

 

Maria Strauß

Pressesprecherin

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